Hach, Weihnachten in Paris …
Ich: „Bin heute in Paris beinahe über eine Austernschale gestolpert.“
Sie: „Bin heute auf der Reeperbahn beinahe auf einem Kondom ausgerutscht.“
Et voilà.
Dieses Jahr habe ich zu Weihnachten also aufgepasst und die Füße gehoben. Zum Jahresende fliegen hier nämlich die Austern verdammt tief. Sie verursachen geradezu Staus, aber auf jeden Fall Fußgängeraufläufe. Zu Weihnachten und am Silvestertag sind sie Tradition. Eben so, wie man früher in Österreich am 24. Dezember Karpfen gegessen hat, sodass dann die gesamte Christmette nach Fisch stank.
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Richtigstellung einer infamen Unterstellung
Das wunderbarste Geschäft von Paris
Weihnachten ist die Zeit, wo man endlich dazu kommt, Dinge zu tun, für die man sich sonst nie die Zeit nimmt. Den halbmeterhohen Stapel an Magazinen abarbeiten, Amazon-Kartons entsorgen, das Ducasse-Kochbuch einmal durchblättern, bloggen (räusper), oder die Küchenausstattung endlich vervollständigen, denn wer kann schon ohne Nudelwalker anständig kochen?
Es mussten noch andere essenzielle Gerätschaften her: eine rechteckige Tortenform ohne Boden, die man von Cheesecake bis weißer Nougat größenverstellen kann, ein Thermometer, das die aktuelle Temperatur nicht erst dann anzeigt, wenn der Karamell schon längst verbrannt ist, ein Kugerlausstecher in Perlgröße – wie gesagt, lauter essenzielle Sachen.Und weil Weihnachten war, gönnten der Gatte und ich uns einen Besuch im wunderbarsten Geschäft von Paris. Dehillerin.
Sollen andere von mir aus zu Chanel, Gucci oder Colette pilgern, wenn sie nach Paris kommen. Langweilig. Chanel und Gucci gibt’s heutzutage schon auf jeder besseren Dorfhauptstraße, und zu Colette gehe ich nur noch, um über die Outfits der Verkäufer dort zu lachen.
Dehillerin jedoch gibt es sonst nirgends. Man tritt durch die Tür und kommt sich vor wie um Jahrzehnte in die Vergangenheit versetzt. Eigentlich müsste auf allen Regalen eine leichte Staubschicht liegen, und irgendwo Schneewittchen in seinem Glassarg. Es würde jedenfalls nicht überraschen.
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Zu früh gefreut, ich habe den Kochlöffel nicht an den Nagel gehängt. Es gab nur ein bisschen zu viel von diesem Dings … wie heißt das noch … Arbeit. Und dann haben wir uns noch drei Wochen Urlaub gegönnt. Hier:
Kleiner Tipp: Wir haben Frankreich nicht verlassen und waren doch auf einer Insel. Wo wir uns drei Wochen lang von Charcuterie und korsischem Käse ernährt haben.
Schatz, komm essen, die Suppe wird warm!
Kleines Fundstück für zwischendurch
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Zu mehr reicht es heute leider nicht. Es hat gerade 31 Grad (UPDATE: 34 GRAD!) – und ich werde jetzt das tun, was jeder vernünftige Mensch bei diesem Wetter tun würde: eine Sachertorte für Faule backen.
Fehler x Fehler = gelungen!
Wir erinnern uns: Da hatten Internist und Zahnarzt ein wenig interveniert. Auch wenn ich mittlerweile der festen Überzeugung bin, dass weißer Nougat überhaupt erst von der internationalen Zahnärztevereinigung erschaffen wurde. Kurz nachdem sie ihre Kundenzahlen mit der Erfindung von Caramels bereits verdoppelt hatten.
Die große Küchenblockade von 2012
Über kleinem Feuer …
Heute gelernt:
Wenn Yotam Ottolenghi Ihnen sagt, sie sollen die Aubergine auf einem Stück Alufolie unter den Grill legen, dann
a) halten Sie sich dran.
b) verwenden Sie nicht, aus welchem umnachteten Grund auch immer, Backpapier,
ba) achten Sie wenigstens darauf, dass dieses Backpapier beim Auberginen-Wenden nicht an die Grillstäbe gerät,
bb) haben Sie immer mindestens einen nassen Fetzen zur Hand, mit dem Sie die Flammen ausschlagen können und
bc) vergeben Sie Ihrem Mann, wenn er in den Kokelgeruch hinein sagt: „Und? Hast du alles fotografiert?“
Immerhin ist die Aubergine jetzt wohl durch.
Die Rezepte sind einfach, aber meine Nerven sind kurz.
Ich wollte Ihnen erzählen, dass ich lediglich weiter am Brotbacken bin, und wieso das in einer Stadt wie Paris kein Bobo-Vergnügen ist für Menschen mit zu viel Tagesfreizeit und zu wenigen Herausforderungen im Leben. Sondern wieso man das hier lernen muss, wenn man für anständiges Brot nicht jedes Mal mindestens ein komplettes Arrondissement durchqueren will – was ja auch wieder nur Menschen mit zu viel Tagesfreizeit können.
Ich wollte also das zuletzt gebackene Brot fotografieren. Das hier.
Wo ich grad dabei war, wollte ich mir gleich eine Scheibe abschneiden. Worauf das hier passierte:
Jetzt schmolle ich. Dieses Brot war nämlich wirklich nicht so hart!
Bis auf weiteres koche ich hiermit weiterhin nur noch für jene, die auch wirklich zu schätzen wissen, was ich ihnen vorsetze. Für die hier:



