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Das einfachste Rezept der Welt. Und das wahrscheinlich aufwändigste

11. Januar 2013
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Eigentlich wollte ich mir ja nicht mehr so leicht etwas einreden lassen. Nicht gleich auf jedes „Das leckerste Chili/Hühnchen/Zementpulver der Welt“ reinfallen.

Tja. Eigentlich.

Doch dann haben wir uns den Film Die Köchin und der Präsident angesehen.


Der Film selbst hätte für unseren Geschmack durchaus … genussvoller sein können. Dafür, dass es darin um eine der besten Küchen der Welt geht, bekommt man außer ein paar hübschen Bildern recht wenig davon zu sehen. Jedenfalls nichts im Vergleich zu Eat Drink Man Woman:



Oder zu Babettes Fest. Aber dazu hat der Gatte ohnehin schon alles gesagt.

Jedenfalls. Die Köchin des Präsidenten wird eines Tages aufgefordert, nur noch Diät für ihn zu kochen. Die Ärzte haben den Menüplan übernommen und es ist Schluss mit „du beurre, du beurre, du beurre“.

Worauf sie ein Gericht namens „Bœuf des mariniers du Rhône“ vorschlägt. „Rindfleisch nach Art der Rhône-Schiffer“. Es sei ein Gericht, das „mer et terre“ vereinige, also Land und Meer. Dazu würden Scheiben von der Rindsschulter sowie grob geschnittene Zwiebeln abwechselnd aufeinander geschichtet und lange sanft geschmort, gegen Ende käme noch eine Sauce aus Kapern und Sardellen dazu. Alle Flüssigkeit stamme aus dem Fleisch und den Zwiebeln, das Gericht käme so gut wie ohne Fett aus.

Und: „Es ist delikat“, schwärmt die Köchin der Diätassistentin vor.

Ich bin schon groß. Ich weiß, dass es der Job von Schauspielerinnen ist, Sachen in einer bestimmten Weise zu sagen. Aber so, wie Catherine Frot im Film dieses „Es ist delikat“ sagt, war’s um mich geschehen. (Kein Wunder, dass sie dafür angeblich eine Million bekommen hat. Euro.)

Außerdem will man doch nach Weihnachten immer ein bisschen weniger … egal.

Ich habe nach einiger Suche ein Rezept mit Mengenangaben gefunden, das ein wenig abweicht, aber die Grundprinzipien beibehält. Man nehme (für 2 Personen mit Nachschlag):

– 500 Gramm Paleron [Link führt zu meinem neuen Lebensretter im Umgang mit französischen Fleischhauern], auf Deutsch Rinderschulter bzw. jedes Fleisch, das sich zum Schmoren eignet; in zentimeterdicke Scheiben geschnitten – bei uns waren es drei Scheiben
– 1 Zwiebel
– eine gute Handvoll Petersilie
– 50 g Kapern
– 8 bis 10 Sardellenfilets (beginnen Sie besser mit 8, 10 waren uns schon einen Hauch zu intensiv)
– 2 bis 3 Knoblauchzehen, klein geschnitten oder zermanscht
– 2 Handvoll kleine Kartoffeln (La Ratte)
– Pfeffer
– Olivenöl

Ofen auf 150 Grad vorheizen.
Auf den Boden einer Cocotte einen Hauch Olivenöl geben (könnte man bei sehr strenger Diät wohl auch weglassen).
Zwiebel, Sardellenfilets, Kapern, Petersilie (hab ich vergessen) grob hacken, EDIT: und mit dem Knoblauch vermischen. (Verzeihung, hatte ich zuerst vergessen zu erwähnen.)
Eine Scheibe Fleisch in die Cocotte legen, eine Schicht Zwiebelsardellenmischung darauf verteilen, dann die nächste Scheibe Fleisch usw. Abgeschlossen werden soll mit der letzten Scheibe Fleisch.
Pfeffern, NICHT SALZEN!, ev. noch einen Hauch Olivenöl drauf und das Ganze ca. 5 Minuten auf dem Herd in Schwung bringen, dann bei 150 Grad mit einem gut schließenden Deckel in den Ofen und dort 3,5 Stunden lang vergessen. Oder beinahe: 45 Minuten vor Ende die ungeschälten Kartoffeln obenauf, seitlich, wo sie halt gerade hinpassen, legen, und den Topf wieder in den Ofen zurück schieben.

Fleisch und Zwiebel sollten genügend Wasser ziehen.

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Was soll ich sagen? Die Frau im Fernseher hat Recht gehabt! Die Zwiebel ist nach den dreieinhalb Stunden geschmolzen, das Fleisch kann man mit dem Löffel essen und alles zusammen hat ein schlicht wunderbares Aroma. Ein Gericht, das fünf Minuten an Vorbereitung braucht, pardon, das BEI MIR fünf Minuten an Vorbereitung braucht, sich dann selbst kocht und einfach wirklich „delikat“ ist. Meine Entdeckung des Jahres!

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Drei Tage später habe ich dann das genaue Gegenteil in Angriff genommen. Ein Gericht, das recht bescheiden als „Das beste Curry Ihres Lebens“ angepriesen wird.

Falls Sie gerade ein Stündchen frei haben, hier wäre die Zutatenliste:

1 EL Fenchelsamen, geröstet
2 EL Kreuzkümmelsamen, geröstet
1 EL Bockshornklee, geröstet
10 Gewürznelken
2 Sternanis, ganz
3 Kardamomkapseln
3 Kaffirlimettenblätter, frisch
1 EL getrocknete, zerbröselte Chilis
1/2 TL Muskatnuss, frisch gemahlen
2 TL Kurkuma
1/3 Tasse Olivenöl
2 Tasse Schalotten oder Zwiebel, in dünne Ringe geschnitten
4 Knoblauchzehen, in dünne Scheiben geschnitten
1/2 Zimtstange
1/2 Tasse Ingwer, kleingehackt
3 Tasse Tomaten, geschält und kleingeschnitten
2 EL Meersalz
8 Korianderstängel, fein gehackt
1 Stück Orangenschale, 13 cm lang
1 Stück Zitronenschale, 13 cm lang
1/4 Tasse Orangensaft, frisch gepresst
2 EL Zitronensaft, frisch gepresst
1 EL Limettensaft, frisch gepresst
1,5 Tassen Ananassaft
1 Kilogramm Lammschulter

Adam Roberts, der Amateur Gourmet, schwärmt von dem Rezept, das aus dem Buch A Girl and Her Pig von April Bloomfield stammt, in so hohen Tönen, dass ich mir ein paar Wochen frei nahm, um das beste Curry meines Lebens zu machen.

Allein für das Mise-en-place brauchte ich nicht, wie angekündigt, 20 Minuten, sondern derer geschlagene 70. Ich gebe zu, nicht die routinierteste aller Köchinnen zu sein (das Kichern im Hintergrund kam gerade vom Gatten), aber ich schwöre, währenddessen nicht ein einziges Mal Facebook gecheckt zu haben!

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Der Computer steht hier nur, weil in Paris nicht mehr genug Papier aufzutreiben war, um die Zutatenliste auszudrucken.

In dem Tempo ging’s dann weiter: sehr ausführliches Anschwitzen der Zwiebeln, kurzes Mitrösten der Gewürze, längeres Einreduzieren der Tomaten und   a u s f ü h r l i c h e s   Anbraten des Lammfleisches – der Topf kam zu einer Uhrzeit in den Ofen, zu der normale Menschen zu Abend essen. Dort blieb er dann allerdings noch für ein paar Stunden.

Und wofür?

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Für ein Curry, das mir, ehrlich gesagt, zu viel Zitrus hatte, in dem ich weder meinen mühsam geriebenen halben Löffel Muskatnuss, noch meinen Sternanis, noch die acht Korianderstängel wiederentdecken konnte und in dem – und das fiel mir aus irgendeinem Grund erst Stunden später auf – der Geschmack des Lammfleisches so gut wie nicht mehr vorhanden war. (Dem Gatten war es natürlich schon früher aufgefallen, aber angesichts meiner Laune hatte er es für sich behalten.)

Das nächste Mal mache ich das Ganze jedenfalls mit Reiswaffeln und spare so einen Haufen Kohle.

Allerdings bezweifle ich mit heutigem Tage sehr, dass ich das beste Curry meines Lebens noch einmal machen werde. Oder jemals wieder auf einen Superlativ hineinfalle.

Vielleicht bin ich ja doch ein bisschen zu leicht zu beeinflussen …

54 Kommentare leave one →
  1. 11. Januar 2013 01:46

    Das probier ich gan sicher aus! Noch nie gehört von diesem Gericht. Bei so einem Essen geht mir immer das Herz auf. Klingt so simpel und so gut. Allerdings muss ICH jetzt herausfinden, was ein Paleron ist.
    Lieben Gruß aus Wien von Frau Ziii

    • 11. Januar 2013 01:50

      Schau auf die Kuh, Frau Ziii! Bei Leo wird’s als „Bug“ übersetzt, aber ich könnt mir vorstellen, dass es mit jeder Art Schmorfleisch funktioniert.

      Sagt die Expertin …

      • 13. Januar 2013 15:11

        Ich hab‘ die Kuh einfach mitgenommen. Der Fleischhauer hat mir glaubhaft versichert, dass es das Schulterscherzel ist. Er hat es mir auch gezeigt, im Ganzen, und es hat von der Form her genau so ausgeschaut wie auf dem Bild. Direkt drunter auf dem Bild ist die Schulter und rechts von der Schulter ist das Magere Meisl. Ich hab‘ gleich ein Kilo Schulterscherzel eingepackt und in den Ofen geschoben… es riecht schon gut…

      • 13. Januar 2013 17:42

        Ich halt‘ nicht mehr aus… no a Stund’…

      • 13. Januar 2013 17:45

        Kannst ja schon ein bissl früher testen, vielleicht is‘ schon weich.

      • 13. Januar 2013 18:04

        Ich hab‘ gerade erst die Kartoffeln rein. Muss noch warten, aber es riecht sooooo gut, ein Wahnsinn!

    • 13. Januar 2013 20:07

      Frau Neudecker, es war zum Niederknien. Schulterscherzl hat sich bewährt… wie Butter. Allerdings habe ich drei Fehler gemacht. 1. habe ich das Fleisch gesalzen und dabei nicht bedacht, dass sowohl Kapern als auch Sardellen bereits sehr salzig waren. War aber gerade noch ok. 2. Ich habe keine kleinen Kartoffel mit dünner Schale bekommen und daher halbierte, geschälte Kartoffeln dazugegeben. Die haben mir den guten Saft weggesoffen. Dafür waren aber die Kartoffeln supergut. Nächstes Mal trotzdem mit Schale oder überhaupt extra 3. habe ich mir gedacht, ich pfeif auf Diät und habe Olivenöl darübergegeben, in JO Manier halt. Ich hab’s gut gemeint, aber es war völlig überflüssig und sogar störend. Nächstes Mal ganz ohne. Von der Petersilie war übrigens nichts zu spüren. Ich glaube, es ist völlig egal, ob da eine drin ist oder nicht. War sicher nicht weiter schlimm, dass Du sie vergessen hast.
      Kapern, Zwiebel, Sardellen… ich glaub‘ mehr brauchts echt nicht. Es war wirklich super! Meine Kapern waren übrigens in Olivenöl eingelegt. Hattest Du auch die oder die in Salzlake und Essig eingelegten?
      Lieben Gruß aus Wien von Frau Ziii

      • 13. Januar 2013 20:21

        Yay, mein erstes Versuchskaninchen!! Wie schön! Ich hatte schon schlaflose Nächte, ob ich nicht doch irgendwas zu sagen vergessen hab.
        Meine Kartoffeln sind eher auf dem Fleisch und daneben gelegen, aber nur ganz wenige haben den Boden, sprich Saft, berührt. Vielleicht war deshalb bei mir mehr Saft übrig?
        Mir ist es mit dem Salzen genau wie dir gegangen, aber gottseidank hab ich mich damit ausnahmsweise zurückgehalten, deswegen wars auch ok. (Ich hätt vielleicht extra davor warnen sollen.) Und meine Kapern waren in Essig eingelegt. Ich hab sie ein bissl abtropfen lassen, aber alles weitere wär schon wieder zu viel Arbeit gewesen.
        ich weiß nicht, ob ichs beim nächsten Mal nicht doch der Korrektheit halber noch mit Petersilie versuch, aber du hast recht: Geschmacksmäßig fehlt einfach wirklich überhaupt nix.

  2. 11. Januar 2013 07:13

    Ich probier das auch – das Rindfleisch, nicht das Curry, das beste.Curry-der -Welt-Rezept hab ich nämlich sebst ;-)), aber die Rindfleischidee gefällt mir total gut! Ich nehm einfach weißes SCherzel, was meinst du?

    • 11. Januar 2013 10:13

      Das liegt zwar ganz am anderen Ende der Kuh, aber probier’s einfach aus. Es gibt sicher irgendwelche historischen Gründe, wieso die Rhône-Schiffer das Schulterstück genommen haben (war vielleicht damals das billigste?), aber im Prinzip muss das Teil einfach nur gut zu schmoren sein.

      • 28. Januar 2013 18:40

        so, jetzt isses im Backrohr. Genau nach deinen Anweisungen. Nicht gesalzen. Bei der Rindfleischbäuerin letzten Freitag mageres Meisel ergattert, das müsste besser passen als weißes Scherzel – in drei Stunden werd ich’s wissen …

      • 28. Januar 2013 20:58

        Möge die Übung gelingen!
        (Ich könnt ja eigentlich auch schon wieder …)

  3. Dagmar Gordon permalink
    11. Januar 2013 09:37

    Plädieren für alle die nicht Diät halten für Hinteres Ausgelöstes!
    Und danke für den Artikel! Ich liebe Deine Schreibe und würd‘ mich eigentlich auch jederzeit trauen bei Dir zu essen – na, vielleicht keine Macerons🙂

  4. Anja permalink
    11. Januar 2013 10:26

    Eat Dring Man Woman ist mein liebster Film zum Thema Kochen&Essen. Liegt bestimmt auch daran, dass der Vater so versucht, die Seele der Familie zusammen zu halten. Aber ganz arg liab ist auch, wie er dem Kind der Nachbarin immer sein zubereitetes Essen in Schule schmuggelt und sich dann opfert und das isst, was die Mutter ihrer Tochter mitgegeben.

    Klar, dass man nach diesem Bericht nicht anders kann und das Schmorgericht nachkochen will. Ist prädesteniert um es Sonntag zuessen…und danach will man sicher auch den Film sehen.

  5. 11. Januar 2013 10:56

    Das Boeuf des mariniers du Rhône hat es soeben auf den Speiseplan für nächste Woche geschafft. Vielen Danke für den Bericht.🙂

    Liebe Grüße,

    Nele

  6. 11. Januar 2013 11:28

    Großartiger Post. Sehr gerne gelesen, denn ich hab sehr gelacht – zumal ich häufig indisch koche und weiß, wie unspektakulär Gerichte aussehen, für die man gerne mal 2 Std. in der Küche gestanden hat🙂

  7. 11. Januar 2013 12:57

    Ich habe zum ersten Mal bei dir gelesen und bin sehr angetan, innerlich geschmunzelt, was gelernt und das Rind kommt in den Topf, zu dumm, dass ich heute auf dem Markt Rouladen gekauft habe😉

  8. Susanne Franziskus permalink
    13. Januar 2013 13:03

    Ich lese sehr gerne diesen Blog nur ein wichtiges Detail haben Sie vergessen in der schön ausführlichen Beschreibung des geschmorten Rindfleischs – nämlich welchen HUNGER man bekommt, wenn das im Ofen 3 1/2 Stunden das Haus beduftet😀
    Es steht im Ofen und ist erst in 30 Min. fertig. Kann es kaum erwarten!

    • 13. Januar 2013 13:28

      Hui, ich bin schon ganz nervös! Aber probieren Sie einfach schon einmal jetzt – vielleicht ist das Fleisch ohnehin schon früher schön weich.
      Guten Appetit!

  9. 14. Januar 2013 11:50

    Nachdem ich Rindfleischfan bin, muss ich das unbedingt nachkochen, werd aber auch am Wochenende machen, da sind alle zu Hause :

    LG

  10. Die Kärntnerin permalink
    14. Januar 2013 11:54

    Die Empfehlung von Frau Zii und mein Faibel für Schmorgerichte haben mich hergebracht. Klingt so, als müsste ich das unbedingt ausprobieren! Das Curry weniger, da hab auch ich schon mein ‚bestes‘ Rezept gefunden.
    Mit Kapern hat man mich schnell am Haken und mit Paris auch, könnte also sein, dass ich jetzt öfters auf Besuch komme.

    liebe Grüße aus dem verschneiten Weinviertel hinterlässt
    die Kärntnerin

  11. Sylvia White permalink
    14. Januar 2013 19:10

    Habe gerade das einfachste Rezept der Welt gelesen u. bin ganz begeistert auch deine Schreibweise finde ich sehr anregend. Ich lebe in Louisiana ( USA) und muß jetzt rausbekommen welches Teil an Fleisch das hier ist und dann wird es sofort gekocht u. bericht erstattet. Danke

    • 14. Januar 2013 19:22

      Ah, dann kennst du ja meine Probleme mit unterschiedlichen Fleischschnitten und unterschiedlichen Sprachen … Probier doch mal brisket, so bin ich nämlich überhaupt erst auf Paleron gekommen, weil mir das in den amerikanischen Rezepten immer so verlockend aussieht. Oder du druckst dir auch die Kuh aus und nimmst sie zu deinem Fleischhauer mit. Das habe ich hier auch schon so mit Tafelspitz gemacht …

      • Sylvia White permalink
        15. Januar 2013 22:42

        Danke für deinen Hinweis brisket könnte hinhauen ich probiere es mal. Die Kuh werde ich mir trotzdem ausdrucken because es gibt so viele unterschiede.

  12. 14. Januar 2013 23:43

    Liebe Frau Neudecker,

    das ist doch mal was für mich, das erste Rezept natürlich. Das krieg ich sogar als Konditor hin. Ich bin jedenfalls noch voller Hoffnung.

    Es grüßt aus dem Süden

    Martin

  13. Sylvia White permalink
    22. Januar 2013 00:01

    Habe gestern das einfachste Rezept gekocht es ist gut angekommen werde aber das nächste mal weniger Sardellenfilets nehmen dann ist es glaube ich auch für mich der kracher.

  14. 31. Januar 2013 18:50

    Hallo Frau Neudecker,
    es war ausgezeichnet, am zweiten Tag sogar noch besser. Ich nehm ein bisschen weniger Knoblauch (ich hatte drei relativ große Zehen) beim nächsten Mal, ansonsten einfach super. Blöd ist nur, dass es durch die Küche duftet, lange bevor man es essen kann. Dann trinkt man aus Verzweiflung den guten Rotwein schon vorher und hat dann beim Essen fast nix mehr davon …

  15. 3. März 2013 23:38

    Ich hab’s heute (mit minimalen Anpassungen) gekocht und für super einfach und super lecker befunden! Der Mann war auch begeistert… Vielen Dank nochmal für den Tipp per facebook🙂
    Viele liebe Grüße
    Gesche

  16. 22. April 2013 10:34

    Herrliches Blog hier. Ich lasse mich nieder – und lese. Ausprobieren werde ich erstmal nichts. Bin noch nicht so weit. Unsere Küche… ein von mir ungenutzter Raum. Gut, dass ich einen gut kochenenden Gatten habe, sonst wären wir alle aufgeschmissen. Vor allem das Kind.

  17. 4. November 2013 17:21

    Habe den Film gesehen und fand ihn ob des schönen Themas viel zu langweilig… Zu wenig Seele des Essens, oder wie auch immer man das sagen möchte. Was der Gatte gesagt hat, muss ich noch nachlesen.
    Aber als wir den Film sahen, das war klar: Das muss ich auch kochen. Also dem Gatten, dem anderen, meinem, dem war das sofort klar. Danke also für die Erinnerung, er hatte das wohl bereits vergessen und ich zugegebenermaßen ebenfalls. Aber der Winter ist ja noch lang…

  18. Cornelia Wehrmann permalink
    3. Januar 2014 17:45

    Bin leider ein Jahr zu spät dran mit dem Ausprobieren. Aber was soll ich sagen – es war ein verlorenes Jahr, weil ich das Lieblingsessen der Rhôneschiffer noch nicht kannte. Jetzt ist alles gut. So lang es Kühe gibt, Palerons, Schulternaht und- scherzel lasse ich meinen Backofen nicht mehr ausgehen. Selbst nach 4 Tagen war der Geschmack noch oberwunderbar. Der nächste Topf läuft morgen vom Stapel, damit ich die Heiligen 3 Könige auch noch mitversorgen kann.

    • Cornelia Wehrmann permalink
      4. Januar 2014 14:31

      Nachklapp: Habe einen Rest Algenbutter von Yves Bordier mit in den Topf geworfen (ein halbes Stückchen, max 100g). Mach ich jetzt immer!

      • 4. Januar 2014 14:53

        VIER TAGE? Wie viele Kilo hast du denn gemacht?

        Es ist wirklich ein geniales Gericht, hab es unlängst für 25 Personen gemacht, und selbst da hält sich der Zeitaufwand in Grenzen, v.a., wenn man Zwiebeln, Petersilie und alles einfach in der Küchenmaschine kleinhäckselt.

        Nachdem der Gatte erst gestern wieder den ganzen Tag für seine Königsberger Klopse in der Küche gestanden ist, wird das definitiv das Essen für die nächsten Gäste.

        Die Algenbutter ist natürlich eine geniale Idee, aber das brächte ich nicht übers Herz. Die kommt bei mir nur aufs Brot, und das auch nur, weil mich hier vermutlich jemand sehr eigenartig ansieht, wenn ich sie pur mit dem Löffel essen würde.

  19. Cornelia Wehrmann permalink
    7. Januar 2014 14:55

    Naja, ich habe 2 Palerons genommen für etwa 12 Personen, die so nach und nach bei mir um Essen gebettelt haben. Am 4. Tag hab ich den Rest selber gegessen. Für die Algenbutter gibts ein geniales Rezept: „Salade de la Mer“ mit Salzbutter mischen und 2 Tage im Kühlschrank durchziehen lassen. Die Butterqualität muss aber gut sein, sonst wirds halt nur irgendwas, das ein Bordier gleich in die Tonne werfen würde. Am besten wird sie mit Rohmilchbutter. Ist groisso modo auch nicht billig, aber die Schweinepreise von Bordier liegen weit drüber. Von Verfügbarkeit gar nicht zu reden.

    • 7. Januar 2014 15:14

      Man … kann … die … Algen … butter … selber … ma … chen …? (Schnell, meine Herztropfen!)

      Was ist „Salade de la Mer“? Und schmeckt die dann auch so nach Sardellen wie die Bordier-Butter? Und wie krieg ich meinen Puls jetzt wieder runter?

  20. Cornelia Wehrmann permalink
    7. Januar 2014 14:56

    Grosso modo, nicht groisso modo. Ich kann doch fehlerfrei schreiben!

  21. Christel aus Berlin permalink
    8. Januar 2014 21:10

    Liebe Frau Neudecker,

    wie heißen denn die Palerons auf hamburgisch? Das würde mein Berliner Fleischer vielleicht besser verstehen, und ich käme dann auch in den Genuss dieses wohl wunderbaren Gerichtes.

  22. 9. Januar 2014 10:14

    Liebe Christel aus Berlin,

    in Hamburg habe ich „von der Schulter, bitte“ gesagt. Und sicherheitshalber dazu noch: „zum Schmoren“. (Wer weiß, was in so einer Rinderschulter noch alles drin ist.) Das hat wunderbar funktioniert – auch wenn sie immer dazu tendieren, die Scheiben einen Hauch zu dünn zu schneiden.

    Es haben aber andere auch schon berichtet, dass es mit jeder Art von Schmorfleisch funktioniert. Gutes Gelingen! (Und ich korrigiere jetzt einmal die Angaben hier.)

  23. 12. Januar 2014 21:03

    Ich hab dieses Rhonefischer-Rindfleischgericht schon vor Weihnachten ausprobiert und der Liebste schwärmt jetzt Mitte Jänner noch davon… und ich muss nächstes Mal noch mehr Sardellen nehmen und bissl mehr salzen (ich war ob der vielen Warnungen zuu vorsichtig),
    lg

    übrigens, auch die Sachertorte für Faule ist ein Hit

    • 12. Januar 2014 23:27

      Vorsicht, nimm erst einmal mehr Sardellen. Nachsalzen kann man dann immer noch.

      Ich muss das echt auch wieder einmal machen. Wenn wir nicht immer alles auf einen Sitz aufessen würden …

  24. 26. Januar 2014 12:20

    Nachdem ich es das erste Mal gekocht habe, war ich schon begeistert. Aber: außer mir mag hier niemand Sardellen😦 Also habe ich hin- und her überlegt, was ich statt dessen nehmen könnte….
    Jetzt ist es im Ofen, mit getrockneten Tomaten!
    Die sind ja auch salzig und würzig. Ansonsten mit Zwiebel, Petersilie und einem Hauch Kräuter der Provence.
    Es riecht schonmal phantastisch!

    • 27. Januar 2014 18:15

      Sorry für die Verzögerung, der Spamfilter hat wieder einmal überreagiert. Ich hätte es ja heimlich trotzdem mit Sardellen gemacht. Die verkochen sich – wie die Zwiebeln – so stark, dass nur ein total supernes Aroma übrigbleibt. Aber auf die Variante bin ich auch schon gespannt!

  25. Marion permalink
    12. April 2014 20:44

    Ich habs auch heimlich mit Sardellen gemacht. Gatte und Kinder (7, 4 und 2 Jahre) haben den ganzen Topf leergefressen (man kanns nicht anders sagen). Sardellen und Kapern würden die sonst nicht anrühren….

    Nur war bei mir garkeine Flüssigkeit im Topf. Hab erst nach 2 3/4 Std. reingeschaut, und musste Wasser zugeben, sonst wär’s wohl angebrannt. Trotz gut schließendem Deckel.

    Ich habe die Zwiebel verdoppelt und weniger Sardellen genommen, dafür etwas gesalzen.
    Himmlisches Aroma!!! nächstes Mal nehm ich aber ein Fleisch, das mehr durchwachsen ist, damits saftiger wird.

    Vielen Dank für dieses Super-Rezept!🙂

    • 12. April 2014 21:42

      Schön, dass es doch geklappt hat. Aber das mit der Flüssigkeit ist eigenartig. Bei mir ist immer wahrlich genug vorhanden. Das kommt, glaub ich, aus dem Fleisch und aus den Zwiebeln.

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