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Kleine Terminankündigung: diverse Kostproben

22. November 2013
Liebe Hamburger und -innen!

Falls ihr am Donnerstag, dem 5. Dezember um 20 Uhr noch nichts vor habt, liest Madame in (sehr) kleinem Kreis bei unseren Freunden von WeingutWein.

Was vielleicht noch erwähnt werden sollte: Madame kocht auch! Es wird zumindest eine Kostprobe aus einem der im Buch veröffentlichten Rezepte geben.

Eintritt 8 Euro (inklusive einem Gläschen Wein zum Mutantrinken)

Besuch und Essen auf eigene Gefahr.

Anmeldung bei WeingutWein unter jochen@weingutwein.de oder Tel. 040/4321 5940.

Ich freue mich auf euch!

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Kein Mal mehr schlafen oder: Die peinliche Wahrheit

12. November 2013

Obwohl es erst heute offiziell im Handel erhältlich ist, durften schon ein paar Wehrlose Angeheiratete Auserwählte das Buch lesen. Und die Frage, die sie mir danach am häufigsten stellten, war: „Bei aller Liebe, aber da ist schon das meiste erfunden, oder? ODER?“

Oder wie es meine zukünftige Exfreundin D. formulierte: „Sach mal, du hast schon einen ziemlichen an der Waffel, nicht wahr?“ Sie spielte dabei auf jenes Küchenexperiment an, das meine Ehe erstmals auf eine ernsthafte Probe gestellt hatte.

Ich könnte jetzt natürlich sagen: „Sche-herz! Alles nicht wahr! Für wie blöd haltet ihr mich eigentlich alle?“ und meinen Beruf fürderhin als Autorin von Science-Fiction-Romanen angeben. Dies ließe mich jedenfalls um einiges besser dastehen und würde dem Gatten das ausschlaggebende Argument entziehen, falls er mich dereinst lieber doch an einem sicheren Ort unterbringen möchte.

Doch ich glaube, ich mache es mir sicherheitshalber noch einfacher und sage: „Das müsst ihr jetzt selbst herausfinden. Manche Dinge sind wahr und manche vielleicht ein wenig überhöht.“

Andererseits – erfinden kann jeder. Die Tragik meines Lebens ist, dass sich so gut wie alles tatsächlich so zugetragen hat. Die Biskuitroulade aus dem ersten Kapitel?

Voilà.

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Eine Roulade wie ein Attentat

Zum besseren Verständnis: Dies ist nur noch die halbe Roulade. Und sie liegt auf einem großen Teller. Und ja, alles was rosa ist, ist Schlagobers (dt.: Schlagsahne). Aufgeschlagen mit Himbeerpüree, wegen der Gesundheit.

Und falls die nicht gereicht hätte (man kennt ja diese verfressenen Pariser), gab’s zur Sicherheit auch noch eine Sachertorte für Faule dazu.

Unsere Gäste hatten Tränen in den Augen. Heute weiß ich, warum.


Mittlerweile sind zwei Wohnungen, in denen ich gekocht habe, frisch renoviert und von neuen, normalen Mietern bezogen worden. Die Spuren sind beseitigt, obwohl ich mir nicht vorstellen kann, dass sie hiervon wirklich alles wegbekommen haben.

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Kann jedes Kind.

Ich wollte mir ja nur einen Kakao machen …


Gut, dass wir jetzt wieder in einer Wohnung mit Fliesenboden wohnen, da sind kleine Missgeschicke überhaupt kein Problem. Und wenn ich groß bin, möchte ich eine Küche mit einem Bodenabfluss, sodass man alles nur noch abkärchern muss.

melonensuppe

Keine Angst, der Gatte lebt noch.

Dies hier war Elines Andalusische Wassermelonensuppe und sie war absolut genial. Aber machen Sie sicherheitshalber mehr davon.

Das Beruhigende ist, dass man mit dem Alter ja ruhiger, weiser, vorausblickender und erfahrener wird. Ich kann meinen Siebzigsten kaum noch erwarten.

Noch sieben Mal schlafen

5. November 2013

Gestern brachte die Post ein Kuvert, das sah so aus:

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Darin lag ausschließlich das beiliegende Kärtchen.

Der liebe Gott hat mir ja vieles gegeben, unter anderem eine überdurchschnittliche Fähigkeit, auf der Leitung zu stehen. Dort stand ich dann auch fünf Minuten lang mit dem Kuvert in der einen Hand und einer fragenden Geste in der anderen, und überlegte, wieso mir Frau G., meine wunderbare Lektorin, eine entzückende Grußkarte in einem riesigen Kuvert schickt.

Bis mir der Aufkleber „Nachverpackt“ auffiel. In dem Kuvert war ursprünglich einmal ein Buch.

Dieses hier:

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Von diesem Buch gibt es derzeit zwei fertige Exemplare. Das erste wurde also geklaut ist auf dem Postweg abhanden gekommen (man weiß ja, wie leicht diese Kartonkuverts aufreißen …). Und das zweite musste sich Frau G. auch erst vom Schreibtisch eines Kollegen zurückerkämpfen, der es einfach aus ihrem Postfach geklaut in ihrem Postfach gefunden hatte.

Ich werte das als ein gutes Zeichen. Ich hoffe nur, dass das mit dem Klauen Abhandenkommen und Finden dann bald einmal aufhört.

Ach ja, was ich eigentlich sagen wollte: Das Buch habe ich geschrieben. (Ein kleines Indiz war ja vielleicht schon der Name auf dem Cover.) Und das war ungefähr so einfach wie Kochenlernen.

Das erste Kapitel entstand vor so vielen Jahren, da war dieses Blog noch nicht einmal Konzept. Danach kam eine Durst- oder besser Hungerstrecke. Denn irgendwie hatte ich das Gefühl, dass beim Kochen einfach nichts weiterging. Zwischenzeitlich wechselte der Buchtitel mehrfach, beispielsweise zu „Meine zwei linken Hände“ oder „Warum der Mensch doch nicht lernfähig ist“ oder auch „Wie ich eines Tages beschloss, doch lieber Fallschirmspringen zu lernen“.

Doch ich darf sagen, dass mir vor allem die höflichen Reaktionen hier sehr über dieses Tief geholfen haben. Besonders all jene aus der „Keine Angst, mir geht’s genauso“-Kategorie. Wir sind nicht allein!

Wenn Sie kurz einmal in die ersten drei Kapitel reinlesen möchten …

Leseprobe

(Klicken für mehr.)

Den Rest gibt es ab 12. November in einer Buchhandlung Ihres Vertrauens.



Treue Leser werden wissen, dass damit dieses menschheitsverändernde Mammutprojekt mitnichten abgeschlossen ist. Immerhin werden die Fehlschläge weniger und die Erfolgserlebnisse mehr. Sie müssen beispielsweise unbedingt diesen Gersteneintopf von Frau Ziii probieren. Wegen dem freue ich mich geradezu schon drauf, dass es endlich kalt wird und ich meine Kaminfeuer-DVD einlegen kann. Ich habe ihn mit Dinkel statt Gerste gemacht, und im Prinzip ist in meiner Version von Frau Ziiis Rezept nur die Gemüsesuppe und der Räucherspeck übrig geblieben, weil ich wieder einmal die Hälfte der Zutaten beim Einkaufen vergessen habe. (Die liebe Frau Ziii sagt deshalb, ich darf das schon als mein eigenes Rezept verkaufen – aber die will ja doch nur auf diverse Achterln eingeladen werden, sobald ich das nächste Mal in Wien bin.)

Aber das ist sowas von Comfort Food, dass man als Beilage eigentlich nur noch die Kuscheldecke fürs Sofa reichen muss.

Und ich habe mich an meinem ersten Rehrücken versucht, streng nach Wolfram Siebeck.

Ich habe auf dem Markt beim Rehstand extra nach Knochen und Fleischresten gefragt (und bin mir dabei sowas von erwachsen vorgekommen). Ich habe daraus einen vorbildlichen Wildfond und in weiterer Folge eine 1A-Sauce gezogen. (Wir Profis sagen nämlich „gezogen“.)

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Was von Bambi übrig blieb.

Ich habe dem Reh eine Wacholder-Pfeffer-Ölmassage verpasst:

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Und ich habe es trotz – für unsereins – reichlich schwammiger Anweisungen ziemlich perfekt im Ofen gebraten:

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My first Rehrücken!



Dass das Foto ein wenig verwackelt ist, liegt daran, dass ich kurz davor wieder einmal eine Kupferpfanne angefasst habe, die eben noch bei 250° Grad im Ofen gestanden hatte.

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Danke, Bepanthen!

Der Gatte musste mir das Fleisch vorschneiden, aber man kann ja nie früh genug beginnen, fürs Alter zu üben.

Doch das waren lässliche Nebengeräusche eines großen Abends. Sobald ich mir mit der verbliebenen rechten Hand meine Wut an der Küchenwand abgearbeitet hatte, machte der Gatte eine Riesling Spätlese von Kallfelz auf, hielt mir das Weinglas an die Lippen und reichte mir dann den ersten Bissen Rehfilet.

Diesen Moment hebe ich mir dann für das nächste Buch auf.

Und da wars plötzlich Oktober

22. Oktober 2013
Schönen guten Tag,

wenn Sie gerade bei der Frau Ziii waren und die Sie zu mir geschickt hat, dann herzlich willkommen. Ich bin nicht tot, auch wenn das hier so aussieht. Ich hab nur ein bissl was gearbeitet. Eine Dienstreise in ein Land, in dessen Hauptstadt man so Auto fährt: Weiterlesen …

Perdue en traduction*

8. August 2013
Unlängst auf dem Markt:
Ich: „Guten Tag, ich hätte gern ein halbes Kilo Marillen.“
Verkäuferin: „Das sind Aprikosen.“
Ich (in Gedanken): Blöde Kuh.

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Und jetzt mal was zum Lachen …

5. August 2013

Dieser Aufruf landete heute in meiner Inbox.

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Als ich nach einer halben Stunde wieder Luft bekam, fragte ich, ob ich es an, ähm,  geeignetere Personen weiterleiten darf. Ich darf. Also los, Leute!

Hamburg vs. Paris – der Zwischenstand

19. Juli 2013

Unlängst war der Gatte dienstlich kurz in Paris. Als er während einer kurzen Verschnaufpause aus den Tuilerien anrief, waren seine ersten Worte: „Es ist hier so laut! Ich habe ganz vergessen, was für eine laute Stadt Paris ist.“ Weiterlesen …