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Rezepte, deppensicher

• Tomatensauce, idiotensicher

Man werfe
eine beliebige Anzahl Tomaten samt Haut und Haar in den Mixer, füge
eine beliebige Anzahl Knoblauchzehen (ca. 2 auf 1 kg Tomaten?) sowie
1 große Zwiebel hinzu und püriere das Ganze grob. Dann stellt man es auf den Herd und lässt es ungefähr eine Viertelstunde vor sich hin blubbern. (Ich habe währenddessen schon einmal eine Folge Gossip Girl angesehen, was bedeutet, dass man die Sauce auch ruhig 42 Minuten lang köcheln lassen kann.)
Wenn alles ein wenig abgekühlt ist, dreht man den Brei durch die Flotte Lotte (anstrengend!) oder streicht sie durch ein Sieb (noch anstrengender!), damit vor allem die Kerne entfernt werden.
Nun kann man die Sauce entweder gleich noch nach Belieben reduzieren oder gleich einfrieren oder reduzieren und einfrieren. Vorausgesetzt, man hat Zugang nach Tomaten, die auch nach Tomaten schmecken, ist das einfach die genialste, einfachste Sauce von allen.

UPDATE: Mittlerweile habe ich gelernt, dass diese Sauce „Marinara“ heißt und das vermutlich bereits seit Jahrhunderten.

• Jakobsmuscheln mit Zitronen- und Shiso-Öl

• Pizza nach Anna Sgroi

• Korean Beef Rice Bowl
Zugegeben, es ist eigentlich ein recht simples Wok-Rezept. Aber entweder habe ich mich endlich einmal (so ungefähr) an die angegebenen Garzeiten gehalten, oder es hat irgendwo eine unsichtbare Deppensicherung eingebaut, aber auf jeden Fall ist es gelungen, ohne dass ich das Gemüse wieder einmal zu Gatsch gewokt habe. Sehr nett auch das Finish mit den gerösteten Sesamkörnern. Das nächste Mal (und der Gatte hat ein nächstes Mal bestellt!) gern mit ordentlich Chili. Und mit noch genauerer Befolgung der Garzeiten …

• Sachertorte für Faule

• David Lebovitz‘ Granola
Diese Empfehlung erfordert eine strenge Warnung nach dem Suchtmittelgesetz. Das Zeug ist so dermaßen lecker, dass ich es extra nur dann mache, wenn wir einen Anlass haben, mindestens die Hälfte davon zu verschenken. (Wer an dieser Stelle vorschlägt, einfach nur die Hälfte der Menge zu machen, hat nichts verstanden.) Allein, während ich dies hier tippe, läuft mir das Wasser im Munde zusammen. Sicher, man kann das zum Frühstück mit Joghurt drüber essen. Wenn man es schafft, sich bis dahin zu beherrschen.

• David Lebovitz‘ salzige Buttercaramels
Siehe oben. Und wenn Sie noch nie die Kombination Salz&Karamell probiert haben, dann nehmen Sie jetzt sofort die Hände vom Keyboard, bewegen sich langsam und ohne ruckartige Bewegungen vom Computer weg – und versuchen, das entweder irgendwo zu finden oder nachzumachen.

• French Toast

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14 Kommentare leave one →
  1. Bernd D.Binder permalink
    15. Januar 2013 14:40

    „Rezepte, deppensicher…“ diese headline ist köstlich daneben. Die Seite als solche ist sehr gelungen und unterhaltsam. Bernd D.Binder

  2. 4. April 2014 11:02

    Zur Tomatensauce: unter 3h geht da nix (dann stimmt die Säure-Süße-Balance) – also lieber ne ganze Staffel gucken. Dafür spare ich mir die Flotte Lotte, und nehm den Mixer: gehäckselte Kerne und Haut stören nicht…

  3. Marion permalink
    12. April 2014 22:26

    Ja so ein Mist, wo ist denn jetzt das Milchreisrezept? 😦 Oder hab ich nur geträumt, dass es das hier gab?
    Ein kleiner Hinweis wäre sehr nett… Danke!

  4. Nina permalink
    14. April 2014 16:42

    Perfekt, der ganze Blog, genau mein Humor! Die Pizza war leider nicht ganz deppensicher… Was heißt dünn ausrollen? Den ganzen Teig auf ein Blech verteilen, oder kleiner, oder größer? Und: schon nach 10 Min. bei 250 Grad sah mein Mozzarella komplett flüssig verlaufen aus und nicht so formschön wie auf dem Bild. Länger drin lassen hab ich mich dann nimmer getraut. Wäre dankbar für einen kleinen Hinweis…

    • 14. April 2014 17:31

      Ich bin unlängst draufgekommen, dass ich sie seit Jahren falsch gemacht habe: halbe Teigmenge aufs ganze Blech ausgerollt. So ist sie allerdings wirklich immer sehr schön dünn und sehr schön knusprig geworden …

      PS: Dankeschön!

  5. Svenske Kock permalink
    31. März 2015 15:42

    Liebste Küchenheldin,

    die Osterfeiertage nahen (damit auch die b… Verwandtschaft) und ich wollte mein Erbe sichern, indem ich die (toll zu lesende….mhhh) Feigentarte mit Rosamarin-Sahne zaubere. Allein: Mir fehlt ein überzeugendes Rezept für die Tarte (bilde mir aufgrund jahrelang sorgsame gepflegten profundem Halbwissens über das Kochen gute von nicht so guten Rezepten unterscheiden zu können).

    Erbitte verzweifelt (hey, es geht um die Schwiegermutter & Co.) HILFEEEEEEE!!!

    Danke,
    SK

    • 31. März 2015 15:55

      Lieber Svenske Kock,

      die Feigentarte bzw. deren etwaige Unzulänglichkeiten waren hier erwähnt: https://frauneudeckerlerntendlichkochen.com/2013/01/17/unlangst-gekocht-vol-i/
      Dort steht auch der Link zum Originalrezept.

      Und die Rosmarin-Sahne könnte simpler nicht sein: Sahne mit Rosmarin drin aufkochen, bissl ziehen lassen, abkühlen und steif schlagen. Mengenverhältnisse am besten aus dem Handgelenk. Ich finde, wenn sie etwas anderes, ziemlich Süßes begleiten darf (wie z.B. die Feigentarte), darf sie auch schon ordentlich nach Rosmarin schmecken.

      Allerdings bin ich auch eine stadtbekannte Überwürzerin …

      Viel Glück! Und über meinen Anteil am Erbe sprechen wir dann nachher …

  6. Svenske Kock permalink
    31. März 2015 16:35

    Liebe Frau Neudecker,
    Retterin meines Seelenheils,
    Schützerin des Familienfriedens,

    vielen Dank, Sie haben meinen Tag (und den Abend des Sonntags)!

    Ich werde gleich zum Back-Dealer meines Vertrauens eilen und meinen Liebsten heute Abend mit einer „Probe-Backung“ … überraschen.

    Da das Erbe (trotz unzähliger kulinarischer Anschläge auf Gesundheit und Leben) wohl noch etwas auf sich warten lässt, tilge ich gerne bereits einen Teil der Schuld in (liquiden) Früchten des nahen Weingutes – wenn es recht ist. Hilft auch, wenn die Tarte nix wird…

    Wohin darf’s gehen?

    Ansonsten biete ich gerne Speiß‘ und Trank, wenn Sie mal im Südwesten der Republik (nahe Freiburg) sind… 😉

    Beste Grüße,
    Svenske Kock .. römpöpöm!!

    • 31. März 2015 18:13

      Liebe Svenske Kock,

      wie sagt der Gatte immer so richtig? Noch haben wirs nicht gegessen.

      Und bitte nicht in Versuchung führen! Ich muss im Moment laut meiner strengen Ärztin meine Leber schonen. Sogar mein Angetrauter verkneift sich derzeit jedes zweite Glas, weil er sich mein Gewinsel nicht mehr anhören will.

      Ich hoffe, die Tarte klappt besser als bei mir. Ich bin ja ansonsten ein großer Verehrer vom Herrn Zen.

  7. Svenske Kock permalink
    1. April 2015 09:40

    Liebe Frau Neudecker,

    die Ratschläge Ihrer Ärztin sind in herber Rückschlag – vor allem, weil ja nun nach der allfälligen Fastenzeit nun wieder ein Tröpfchen (oder zwei) erlaubt sein sollten…

    Sei es drum: Update das gestrigen Probe-Backens erwünscht?

    Also: Die Tartes (habe zwei Varianten mit unterschiedlich dickem Feigenbelag gemacht, um ein besser Gefühl frür Süße und Konsistenz zu bekomme) sind bombe geworden – die Sahne allerdings schmeckte lecker nach Rosmarin, ließ sich aber totz heftiger Versuche (hab geschlagen, bis fast nix mehr in der Schüssel war) nicht zum Steifwerden überreden… Doch mal Sahne-Viagra??? Der Gatte (also meiner) meinte, es läge am Luftdruck des derzeit hier stürmischen Wetters…

    Haben Sie einen Tipp? Ich habe die Sahne mit dem Rosmarin warm werden lassen, kurz aufgekocht, kalt werden lassen – und habe mi dann den Wolf geschlagen…

  8. 1. April 2015 09:56

    Liebe Frau Kock,

    das freut mich, dass die Tartes gelungen sind! Dann probier ich sie in der nächsten Feigensaison (gibt’s sowas überhaupt in Hamburg?) auch noch einmal.

    Die Rosmarin-Sahne hab ich zugegebenermaßen einfach im Isi-Sahnesiphon gemacht. Damit wars kein Problem, was aber nicht erklärt, wieso man sie nicht auch per Hand schlagen können sollte. Ich schlage mich hiermit auf die Seite Ihres Gatten und schiebe alles aufs Wetter. Zur Not auch auf die Höhenmeter, die Mondphase oder El Nino.

  9. Svenske Kock permalink
    1. April 2015 15:56

    So – jetzt aber. Lässtig, wenn einen der Hauptberuf von den wirklich wichtigen Dingen ablenkt…

    Da wir eigentlich einen Bogen um Sahne machen und alle anderen Leckereien mit ähnlicher Konsistenz bis dato gut ohne Siphon hinbekommen haben, scheue ich erstmal die Investition (nicht wegen des Geldes, sondern weil’s dann eh nur in einer dunklen Ecke ganz unten hinten Staub ansetzt). Ich glaube ich probiere mal folgendes: Mehr Roh-Sahne und davon nur einen kleineren Teil (dann aber mit mehr) Rosmarin wie bekannt aufbereiten, derweil die restliche Sahne ganz old school aufschlagen – und dann versuche ich mal, die restliche (inzwischen erkaltete) R-Sahne unterzuheben.

    Wenn das nicht klappt muss Plan S(-iphon) her … Sie erinnern sich, das Erbe…

    Mache mich gleich dran – der Gatte hat sicher, die intertemporale Liquiditätspräferenz beachtend, Verständnis dafür, dass es heute Abend wieder des gleiche Dessert gibt… 😉

    In diesem Sinne: „Römpömpöm!“,
    der Svenske Kock

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